“Das Volk ist nicht tümlich”
Vieles, was heutzutage als ‘Volksmusik oder “volkstümliche Musik” angeboten wird, verdient diesen Namen nicht oder nicht mehr.
Die modernen Medien haben diesen Bereich längst entdeckt und benutzen ihn für ihre Zwecke.
Trotzdem darf dies nicht bedeuten, sich mit der volksnahen Musik nicht mehr zu befassen.
Als “Musik von unten” kann sie uns auch heute vieles aus der Geschichte und Gegenwart vermitteln.
Es kommt nur darauf an, sie von jeder falschen Romantisierung zu befreien und ihre Wurzeln aufzudecken.
Das Programm versucht, diese anderen Aspekte der “Volksmusik” aufzuzeigen.
“Volk” oder auch “Heimat” sollen in unserem Programm deutlich werden als Begriffe, die nicht von “andersgearteten” Menschen abgrenzen, son-dem verbinden können.
“Volkstümliches” verbindet Lebenserfahrungen von Menschen in unterschiedlichsten Ländern und zu unterschiedlichsten Zeiten.
“Volksmusik” war, bevor ihr von der Romantik oder, noch mehr, der Jugendbewegung der 20er Jahre der politische Zahn gezogen wurde, immer auch Sprachrohr der Unterdrückten, Waffe und Hoffnung gleichzeitig.
In diesem Sinne ist auch ein Spiritual “Volksmusik”, und zwar in einer Form, die gänzlich ohne Lederhosen und verlogene Naturidylle auskommt.
“Volksmusik”, die heute noch diesen Namen verdient, soll Partei ergreifen für Menschlichkeit.
Gerade am Vorabend des Aktionstages anläßlich der UN-Menschenrechtskonferenz in Wien möchten wir daran erinnern.